Mitglieder des Orchesters Wiener Akademie

Seit der Dirigent und Organist Martin Haselböck 1985 das Orchester Wiener Akademie gegründet hat, erntet das Orchester internationale Anerkennung für seine bemerkenswerte Musikalität, seine Originalität, die Differenziertheit seiner historischen Interpretationen und seine Energie. Es ist das einzige österreichische Originalklangorchester, dessen Repertoire von der Barockzeit über die Klassik und Romantik bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts reicht, das aber auch zeitgenössische Werke auf modernen Instrumenten spielt. Das Orchester ist ebenso für seine Interpretationen der Werke Bachs, Mozarts, Haydns und Beethovens berühmt wie für die von Schumann, Brahms, Liszt und Bruckner.

Die Konzerte des jährlichen Zyklus, den das Orchester in Wien im Großen Saal des Musikvereins veranstaltet, sind beliebte Treffpunkte auf dem Musikkalender der Stadt geworden. Zahlreiche Gastsolisten nehmen daran teil, wie etwa Daniel Hope, Cecilia Bartoli, John Malkovich, Sebastian Koch, Ronald Brautigam, Isabelle Faust, Thomas Hampson, Anne Schwanewilms, Sophie Karthäuser, Dorothee Mields und viele andere mehr.

Das Orchester widmet sich neben dem barocken und klassischen Repertoire in jüngster Zeit auch vermehrt der Aufführung romantischer Literatur im Originalklang. Beim Lisztfestival Raiding – wo es als „Orchestra in residence“ fungiert – wurde die erstmalige Gesamtaufführung und -einspielung aller Orchesterwerke von Franz Liszt im Originalklang umgesetzt.

In der Saison 2014 begann das Orchester Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck den Konzertzyklus RESOUND Beethoven, ein Projekt neuer Art, bei dem Orchesterwerke von Beethoven an jenen historischen Orten in Wien interpretiert werden, an denen man sie zu Lebzeiten des Komponisten uraufgeführt oder gespielt hat. Das Orchester geht außerdem auf ausgedehnte Tourneen: So war es im Jahr 2018 in Lateinamerika, den Vereinigten Staaten, in Südkorea und in mehreren Ländern Europas zu hören.

Neben anderen CDs, die für das Label Alpha aufgezeichnet wurden, erhielten seine laufenden Aufnahmen der Symphonien Beethovens im Rahmen der RESOUND-Konzerte so begeisterten Beifall von Kritik und Publikum, dass die Reihe auf die Klavierkonzerte Beethovens ausgeweitet wurde. Bis 2020 werden alle Symphonien und Klavierkonzerte Beethovens anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten bei Alpha aufgenommen.

Nach der Fertigstellung der Gesamteinspielung spielt die Wiener Akademie die Symphonien auch in den Kammermusikfassungen.